Leichte Kost – Ein Rezept für Wohlbefinden

Eine leichte Diät ist eine Ernährungsform für kranke und gesunde Menschen, bei der geeignete Nahrungsmittel und Zubereitungstechniken ausgewählt werden. Sie wird bei Erkrankungen des Verdauungstrakts, während der Krebstherapie, bei Fieber, nach Operationen und bei älteren Menschen angewendet. Das Hauptprinzip dieser Diät besteht darin, schwer verdauliche Lebensmittel, die lange im Magen verweilen, zu vermeiden.

Die leichte Kost ist ein hervorragendes Rezept für Wohlbefinden. Sie basiert auf dem Verzicht auf schwer verdauliche Speisen, die den Verdauungstrakt belasten und die Produktion von Magensäure anregen. Dazu gehören vor allem ballaststoffreiche, fettige und stark verarbeitete Lebensmittel.

Für wen ist eine leichte Diät geeignet?

Ziel einer leichten Diät ist es, den Verdauungstrakt zu entlasten, die Aufnahme von Nährstoffen zu erleichtern und dadurch den Ernährungszustand zu verbessern.

Diese Diät wird oft während der Zeit um eine Operation sowie in der Rekonvaleszenz nach Eingriffen am Verdauungstrakt empfohlen. Sie eignet sich auch bei Magen- oder Darmbeschwerden wie Durchfall, Blähungen und dem Reizdarmsyndrom. Sie wird außerdem bei Fieber und Magen-Darm-Erkrankungen eingesetzt.

Eine leichte Kost mit reduzierten Lebensmitteln, die die Magensäureproduktion anregen, ist auch für Menschen mit Sodbrennen und gastroösophagealem Reflux geeignet. Ältere Menschen profitieren ebenfalls von dieser Ernährungsweise. Sie ist die Standarddiät, die den meisten Patienten in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen verabreicht wird, sofern keine speziellen Anpassungen der Nährstoffe oder Konsistenz erforderlich sind.

Der Energiebedarf eines gesunden Erwachsenen hängt von der körperlichen Aktivität ab und beträgt 25-35 kcal pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Im Krankenhaus wird oft ein Durchschnitt von 30 kcal pro Kilogramm angesetzt, was etwa 2000-2500 kcal für Patienten mit normalem Gewicht entspricht.

Was ist eine leichte Diät?

Eine leichte Diät ist vollständig ausgewogen in Bezug auf Nährstoffe und basiert auf Nahrungsmitteln, die leicht verdaulich sind und vom Körper gut aufgenommen werden können.

Bei der Zubereitung der Mahlzeiten werden schonende Kochmethoden verwendet, wie das Zerkleinern, Sieben, Kochen in Wasser oder Dämpfen sowie das Garen im Backofen ohne Zugabe von Fett. Das Essen sollte in ruhiger Atmosphäre eingenommen werden, ohne Hektik und Störungen.

Eine ballaststoffarme Ernährung mit etwa 25 g Ballaststoffen pro Tag wird empfohlen. Dies kann durch den Verzehr von Weißbrot, fein gemahlenen Getreidesorten und geschältem Obst und Gemüse erreicht werden. Blanchieren und Kochen weichen die Lebensmittel auf, sodass sie den Verdauungstrakt weniger reizen.

Was darf man bei einer leichten Diät essen?

Ärzte empfehlen bei einer leichten Diät den Verzehr von Weißbrot, feinem Grieß, Reis, feinen Nudeln, Joghurt, Kefir, gekochten Eiern, magerem Fleisch wie Huhn oder Pute sowie fettarmen Fischarten wie Forelle oder Dorsch. Auch Gemüse wie Karotten, Spinat und Kartoffeln sind gut verträglich.

Vermeiden sollte man hingegen Vollkornprodukte, fetthaltiges Fleisch, frittierte Speisen, Zwiebeln, Knoblauch und kohlensäurehaltige Getränke. Süßigkeiten und Alkohol sind ebenfalls nicht erlaubt.

Beispiel für einen Tagesplan einer leichten Diät:

  • Frühstück: Hirsebrei mit Banane und Zimt.
  • Mittagessen: Rührei aus dem Dampfgarer mit Tomaten und Spinat.
  • Abendessen: Gebackene Forelle mit Kartoffelpüree und gekochten Karotten.
  • Zwischenmahlzeit: Smoothie aus Joghurt, Banane und Zimt.
  • Snack: Weizenbrötchen mit magerem Geflügelaufschnitt und Tomate.

Durch diese Ernährungsweise kann die Verdauung entlastet und das allgemeine Wohlbefinden verbessert werden.

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